Überbrückungsfinanzierung: So kaufen Sie das neue Haus vor dem Verkauf des alten

Sie haben Ihr neues Zuhause gefunden, doch Ihre bisherige Liegenschaft ist noch nicht verkauft. Genau für diese Lücke gibt es die Überbrückungsfinanzierung, auch Überbrückungskredit oder Zwischenfinanzierung genannt. Sie stellt Ihnen das Kapital für den Neukauf bereit, bis der Verkaufserlös eintrifft. Dieser Beitrag zeigt, wie sie funktioniert, was sie kostet und wann sich ein anderer Weg lohnt.

So funktioniert der Überbrückungskredit

Die Bank finanziert den Kaufpreis der neuen Liegenschaft kurzfristig vor, meist für einige Monate bis maximal zwei Jahre. Sobald Ihr bisheriges Haus verkauft ist, zahlen Sie den Kredit mit dem Erlös zurück. Als Sicherheit dienen in der Regel Schuldbriefe auf einer oder beiden Liegenschaften.

Vor der Zusage prüft die Bank vor allem drei Punkte:

  • den Marktwert und die Belehnung Ihrer bisherigen Liegenschaft
  • die Tragbarkeit, denn in der Übergangszeit laufen die Zinsen für beide Objekte
  • die Verkaufsperspektive, also ob Preis und Zeitrahmen realistisch sind

Jede Bank entscheidet individuell. Eine unabhängige Bewertung vor dem Gespräch stärkt Ihre Verhandlungsposition deutlich.

Was die Zwischenfinanzierung kostet

Es fallen Kreditzinsen und mögliche Bearbeitungsgebühren an, dazu die doppelte Belastung durch beide Liegenschaften. Entscheidend ist die Dauer: Jeder zusätzliche Monat bis zum Verkauf erhöht die Kosten. Noch gravierender ist ein zweites Risiko. Erzielen Sie beim Verkauf weniger als angenommen, fehlt Ihnen Kapital für die Rückzahlung. Rechnen Sie deshalb mit einem vorsichtigen Verkaufspreis und einem Zeitpuffer von mehreren Monaten.

Nur rund 36 % der Schweizer Haushalte wohnen im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung, damit hat die Schweiz eine der tiefsten Wohneigentumsquoten Europas.

Alternativen zur Überbrückungsfinanzierung

Nicht jede Übergangslösung braucht einen Kredit. Wer die Termine geschickt abstimmt oder die Finanzierung anders aufsetzt, spart oft Zinsen und Aufwand. Diese drei Wege lohnt es sich vor dem Gang zur Bank zu prüfen.

Verlängerte Übergabefrist beim Verkauf

Vereinbaren Sie mit dem Käufer Ihrer Liegenschaft eine längere Frist bis zur Schlüsselübergabe. Sie ziehen dann erst aus, wenn Ihr neues Zuhause bezugsbereit ist, und die beiden Eigentumsübertragungen liegen zeitlich nah beieinander. Die Lücke, die Sie finanzieren müssen, schrumpft dadurch oft so stark, dass Ihre Eigenmittel genügen. Halten Sie eine solche Abmachung möglichst früh und schriftlich fest, am besten schon bei der Verhandlung des Kaufvertrags.

Bedingter Kaufvertrag für die neue Liegenschaft

Beim bedingten Kaufvertrag knüpfen Sie den Neukauf an den erfolgreichen Verkauf Ihrer bisherigen Liegenschaft. Damit tragen Sie kein Finanzierungsrisiko, sollte sich der Verkauf verzögern. Der Haken: Die Verkäuferseite muss zustimmen, und in einem gefragten Markt bevorzugt sie meist Angebote ohne Vorbehalt. Ihre Verhandlungsposition ist dann schwächer, weshalb diese Variante vor allem bei weniger umkämpften Objekten funktioniert.

Bestehende Hypothek erhöhen

Lassen Belehnung und Tragbarkeit es zu, kann eine Aufstockung der bestehenden Hypothek günstiger sein als ein separater Kredit. Prüfen Sie dabei, ob eine laufende Festhypothek angepasst werden kann und welche Kosten daraus entstehen. Fragen Sie Ihre Bank nach beiden Varianten und vergleichen Sie die Gesamtkosten über den gesamten Zeitraum, nicht nur den Zinssatz.

So verkürzen Sie die Überbrückungszeit

Ob Sie überhaupt überbrücken müssen und wie teuer es wird, hängt an einer Grösse, die Sie mitbestimmen: der Dauer bis zum Verkauf. Zwei Faktoren entscheiden darüber am stärksten.

Realistischer Angebotspreis und vollständige Unterlagen

Ein zu hoch angesetzter Preis schreckt Interessenten ab. Die Liegenschaft steht wochenlang im Markt, und am Ende muss der Preis meist trotzdem sinken, nur mit Zeitverlust und dem Eindruck einer schwer verkäuflichen Liegenschaft. Eine unabhängige Bewertung zu Beginn erspart Ihnen diese Schleife. Ebenso wichtig sind vollständige Unterlagen: Grundbuchauszug, Pläne, Gebäudeversicherungswerte und Angaben zu bisherigen Sanierungen sollten vor der ersten Besichtigung bereitliegen, damit weder Käufer noch deren Bank den Prozess später aufhalten.

Qualifizierte Käufer mit geklärter Finanzierung

Interessenten, die ihre Finanzierung bereits geklärt haben, springen seltener ab und entscheiden schneller. Deshalb greift WENET auf einen Kreis von über 365’000 qualifizierten Käufern zurück, deren Kaufkraft vorab geprüft ist. Für Sie bedeutet das weniger unverbindliche Besichtigungen und mehr Anfragen, die tatsächlich zu einem Abschluss führen.

Conclusión

Eine Überbrückungsfinanzierung ist ein brauchbares Werkzeug, wenn Sie den Neukauf nicht verpassen wollen. Sie kostet aber Zinsen, verlangt eine tragbare Doppelbelastung und funktioniert nur bei realistisch geplantem Verkauf. Oft lässt sich die Lücke durch abgestimmte Termine oder eine angepasste Hypothek verkleinern oder ganz vermeiden.

Unterschreiben Sie den nächsten Kaufvertrag erst, wenn Sie Ihren Verkaufszeitplan kennen, von der Bewertung über die Vermarktung bis zur Eigentumsübertragung. Genau diesen Plan erarbeiten wir mit Ihnen, damit Sie mit belastbaren Zahlen zur Bank gehen. Fordern Sie jetzt Ihre Verkaufsplanung bei WENET an.

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