Low mortgage rates are driving increased demand in the real estate market.

Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins am 18. Juni 2026 zum wiederholten Mal unverändert bei 0 Prozent belassen – ein Niveau, das seit Juni 2025 gilt. Für den Immobilienmarkt hat das spürbare Folgen: Hypotheken sind so günstig wie seit Jahren nicht mehr, und diese Tiefzinsphase treibt die Nachfrage nach Wohneigentum spürbar an.

Wie günstig Finanzieren aktuell wirklich ist

SARON-Hypotheken bewegen sich derzeit je nach Bank und Bonität zwischen 0,64 und 1,2 Prozent effektivem Zinssatz. Bei Festhypotheken zeigt sich ein ähnliches Bild: Fünfjährige Laufzeiten sind ab rund 1,2 Prozent zu haben, zehnjährige ab etwa 1,5 Prozent. Zum Vergleich: Bei einer Hypothek von 750’000 Franken macht die Differenz zwischen der günstigsten und der teuersten Offerte am Markt schnell mehrere Tausend Franken pro Jahr aus – ein Betrag, der sich über die gesamte Laufzeit erheblich summiert.

Warum die Zinsen so tief bleiben

Die SNB begründet ihren Kurs mit der Inflationsentwicklung: Sie bewegt sich weiterhin im Bereich der Preisstabilität, auch wenn geopolitische Spannungen – insbesondere im Nahen Osten – zuletzt zu leicht steigenden Energiepreisen und damit zu einem moderaten Inflationsanstieg geführt haben. Solange dieser Anstieg begrenzt bleibt, sieht die Notenbank keinen Anlass für eine Zinserhöhung. Mehrere Bankinstitute rechnen aktuell frühestens ab 2027 mit einer ersten Anpassung nach oben – und selbst dann dürfte sie moderat ausfallen.

Die Folge: Mehr Nachfrage, weiterhin knappes Angebot

Tiefe Zinsen verändern direkt, wie viele Käuferinnen und Käufer sich eine Liegenschaft leisten können, weil die monatliche Belastung sinkt. Genau das ist am Markt spürbar: Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch, während das Angebot an Liegenschaften vielerorts knapp ist. Diese Kombination erklärt, weshalb die Immobilienpreise in der Schweiz seit über 20 Jahren fast ununterbrochen steigen – Tiefzinsphasen wie die aktuelle haben diesen Trend historisch jeweils zusätzlich verstärkt.

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Was das für Käuferinnen, Käufer und Verkaufende bedeutet

Für Käuferinnen und Käufer bedeutet das aktuelle Umfeld eine seltene Gelegenheit, sich langfristig günstige Konditionen zu sichern – insbesondere über eine Festhypothek, bevor ab 2027 wieder höhere Zinsen erwartet werden. Für Eigentümerinnen und Eigentümer, die einen Verkauf erwägen, verschiebt sich die Ausgangslage in die andere Richtung: Eine grössere Zahl finanzierungsfähiger Interessenten trifft auf ein begrenztes Angebot, was sich unmittelbar auf die erzielbaren Preise auswirkt. Wer eine Liegenschaft besitzt und über einen Verkauf nachdenkt, sollte deshalb jetzt einordnen können, wie sich das aktuelle Zinsumfeld konkret auf den Wert der eigenen Immobilie auswirkt – und ob der Moment für einen Verkauf günstig ist.

Diese Einschätzung hängt stark von Lage, Zustand und Nutzungsart der Liegenschaft ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. WENET AG ordnet die aktuelle Marktlage regelmässig für Eigentümerinnen und Eigentümer ein und zeigt auf, was ein Verkauf in diesem Zinsumfeld realistisch einbringen könnte. Wer diese Frage für die eigene Liegenschaft klären möchte, ist beim WENET-Team an der richtigen Adresse.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Angaben zu Zinssätzen basieren auf aktuellen Marktdaten und können sich kurzfristig ändern. Für eine verbindliche Auskunft zur persönlichen Finanzierungssituation empfehlen wir die Konsultation einer Bank oder eines unabhängigen Hypothekarberaters.

Conclusion

Die SNB hält den Leitzins seit Juni 2025 bei 0 Prozent, und entsprechend günstig bleiben Hypotheken – SARON-Finanzierungen ab rund 0,64 Prozent, Festhypotheken je nach Laufzeit ab etwa 1,2 Prozent. Diese Tiefzinsphase erhöht die Kaufkraft vieler Interessentinnen und Interessenten und trifft auf ein weiterhin knappes Angebot, was die Nachfrage und damit die Preise am Immobilienmarkt zusätzlich antreibt. Für Käuferinnen und Käufer lohnt sich deshalb jetzt eine langfristige Zinssicherung, bevor ab 2027 mit ersten Erhöhungen gerechnet wird, während Verkaufswillige aktuell von der hohen Nachfrage profitieren können – vorausgesetzt, sie kennen den realistischen Marktwert ihrer Liegenschaft in diesem Umfeld.

wenet ag

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