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Russland vs. Ukraine

März 2022

IST vs. SOLL

Marktcrash? Zinsanstieg und Risiken? Wertverluste? Sanktionen gegen Russland, steigende Energiepreise, Lieferengpässe am Bau, Geldwäsche bei Immobilien russischer Oligarchen – welche Konsequenzen könnte der Krieg in der Ukraine für den deutschen Immobiliensektor haben? Worauf sich Investoren und Bauherren einstellen müssen. Die Nachrichten aus der Ukraine schockieren die Welt. Täglich werden wir mit der tragischen Realität des Krieges konfrontiert. Wir sehen die Bilder zerstörter Bauwerke in den Medien und an den Bahnhöfen stehen die Menschen, die die Ukraine mit ihrem letzten Hab und Gut verlassen mussten, um ihr Leben zu retten.


Steigende Energiepreise, leere Regale, hunderttausende Flüchtlinge – der Krieg in der Ukraine hat viele Folgen. Beispielsweise treibt die Flüchtlingswelle den Wohnungsbedarf weiter in die Höhe und setzt den Markt unter zusätzlichen Druck. Dazu kommt der Wirtschaftskrieg gegen Russland, der die Energiepreise steigen lässt. Auch das wirkt sich auf den Immobilienmarkt aus.


Am 24. Februar 2022 startete der russische Präsident Wladimir Putin seinen Angriffskrieg auf das souveräne Nachbarland Russlands, die Ukraine. Dieser Angriffskrieg ist in jeglicher Hinsicht ein Novum und bringt weitreichende Folgen mit sich. Sehr viele Ukrainer haben ihr Land aufgrund der grossen Unsicherheit über die Zukunft leider schon verlassen. In der Schweiz sind die Folgen des Kriegs insbesondere durch die hohe Anzahl an Flüchtlingen und den sprunghaften Anstieg der Benzin- und Gaspreise zu spüren. Fraglich ist auch, wie sich Putins Invasion auf andere Bereiche auswirkt, wie beispielsweise den Immobilienverkauf. Folglich steigen die Zinsen für Immobilienkredite, da Banken die Zinsen in der Regel direkt weitergeben. Das wiederrum sorgt für eine Reduzierung der Nachfrage. Immobilienverkäufer sollten dies bei Ihren zukünftigen Bestrebungen bedenken. Banken werden Ihre Kriterien für die Auslage von Krediten verschärfen und somit erhalten Käufer seltener eine Finanzierung oder zu schlechteren Zinssätzen. Der schlechtere Zinssatz drückt dann wiederum auf die Rendite und das Objekt wird bei der aktuellen Marktsituation unattraktiver. Der Immobilienverkäufer muss dann zwangsläufig den Preis reduzieren, um einen Immobilienkäufer zu finden. Wie stark der Effekt des Krieges auf die Inflation sein wird, bleibt jedoch noch abzuwarten.

Was ist heute noch sicher

Bleibt die Schweiz ein "sicherer Hafen" für Investoren? Der Krieg in der Ukraine beeinflusst den Immobiliensektor gleich auf mehreren Ebenen. Wir gehen davon aus, dass in der aktuellen Krise Sachwerte noch stärker in den Fokus der Investoren rücken werden. Die Banken wiederum dürften mögliche Investments genauer prüfen als bisher und gegebenenfalls Risiken reduzieren wollen. Zumindest ist kein Ende des Runs auf Gewerbeimmobilien zu erwarten. Insbesondere institutionelle Anleger bleiben in diesem Bereich aktiv. Alternative Anlagen mit einem ähnlich attraktiven Risikoprofil dürften weiterhin kaum verfügbar sein, mit der Folge, dass ein Teil der anstehenden Neuinvestitionen in den Immobiliensektor fliessen und die Nachfrage auf dem sowieso schon knappen Markt weiter vorantreiben dürften. Neben dem tragischen Kriegsschauplatz gibt es aber auch viele weitere sowie schöne Aspekte rund um die beiden Länder, positive Eigenschaften von beiden Seiten zu berichten. 


Der Krieg in der Ukraine sorgt nicht nur für unvorstellbares Leid der dort lebenden Menschen, sondern auch für eine unsichere Marktlage. Man geht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine und die Wirtschafts-Sanktionen gegen die russische Föderation sich auch negativ auf den Immobilienmarkt bei uns auswirken. Insbesondere höhere Energie- und Materialpreise sowie eine mögliche Materialknappheit werden als wesentliche mögliche Belastungsfaktoren gesehen. Insgesamt erwarten wir aber überwiegend geringe bis moderate negative Folgen. Insbesondere die Bau- und Immobilienbranche spüren die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges unmittelbar auf den Baustellen. Die Verknappung der Materialien hat zur Folge, dass sie stetig teurer werden. Problematisch könnte die Beschaffung der Rohstoffe Bitumen, Stahl und Aluminium werden, die zu großen Teilen aus Russland und der Ukraine bezogen werden. Doch nicht nur die Baukosten steigen an, sondern auch die Zinsen für Baukredite. 


Der Krieg in der Ukraine ist eine Tragödie. Angesichts des Leids, dass dieser durch nichts zu rechtfertigende Angriff über Millionen Menschen bringt, treten alle ökonomischen Fragestellungen in den Hintergrund. Inflation, steigende Zinsen und Unsicherheit dürften eine Verlangsamung des Preisanstiegs am Immobilienmarkt – auch in der Schweiz – bewirken. Wir erwarten jedoch keine Trendumkehr in Gestalt fallender Preise. In- und ausländische Investoren sehen, gerade im aktuellen Umfeld mit wachsenden Unsicherheiten, die Schweiz als einen sicheren Hafen. So ist bislang auch kein Abflauen der Marktaktivität zu beobachten, anders als zu Beginn der Corona-Pandemie, als der Markt in eine Schockstarre fiel. Verkäufer sehen sich also weiterhin einer hohen Nachfrage gegenüber. Käufer sollten die Zinsentwicklung im Auge behalten: Mit Blick auf die Erwartung steigender Zinsen sollten sie erwägen, geplante Akquisitionen vorzuziehen, um die noch günstigen Fremdkapitalkonditionen zu nutzen.

Wir hören viel und erfahren fast nur noch negative Informationen. Aber es gibt auch Gutes zu berichten und positive News. Love und Peace geht bekanntlich über den Magen, hier die Geschmäcker der beiden Nationen.

Ukraine – eine Kultur mit viel Geschmack

Die Ukraine – Europas "Kornkammer" liefert viel mehr als nur Weizen. Wie zum Beispiel Erdäpfel, Früchte, Beeren, Pilze und Kräuter sowie Fleisch haben eine grosse Bedeutung bei der Zubereitung der schmackhaften, deftigen Mahlzeiten. Schweinefleisch und Speck findet man sehr oft in ukrainischen Rezepten. Doch auch Rind, Schaf und Geflügel, insbesondere Gans und Ente, sind sehr beliebt. Die ukrainische Küche ist die Landesküche des osteuropäischen Staates der Ukraine. Sie hat Elemente unterschiedlicher europäischer Küchen aufgenommen, so der russischen, deutschen, türkischen, polnischen und ungarischen Küche. Der Anteil altslawischer Elemente ist aber der bedeutendste. Die ukrainische Küche hat auch die Nationalküchen von Nachbarländern beeinflusst, unter anderem die polnische und die russische Küche. Durch die ukrainischen Einwanderer in die USA und nach Kanada wurde sie auch in Nordamerika bekannt. Die ukrainische Kochtradition wird in zahlreichen Restaurants in der Ukraine, in Russland und mittlerweile auch in Europa und Nordamerika weitergepflegt. Eine Besonderheit der ukrainischen Küche ist die Vielfalt der verwendeten Lebensmittel. Die Mahlzeiten sind eher deftig und das Hauptgericht des Tages ist warm und wird zur Mittagszeit, d. h. in der Regel erst gegen 14:00 Uhr gereicht. In der Sommerzeit werden sehr gerne verschiedene Fleischsorten, aber auch einheimische Gemüsesorten je nach Saison gegrillt und bevorzugt im Freien, verspeist.


Getrunken wird in der Ukraine viel mehr Tee als Kaffee, nicht nur zum Frühstück, sondern auch am Nachmittag und am Abend. Eine Ausnahme bilden hier die grossen Städte in der Westukraine, wo es vereinzelt noch Wiener Kaffeehäuser gibt. Neben Mineralwasser gibt es zu den Mahlzeiten häufig Kompottgetränke aus Obst (Uswar, Kompott aus getrockneten Früchten und Honig) und Kwas. An alkoholischen Getränken ist Wodka (ukrainisch: Horilka) traditionell beliebt, obwohl der Verbrauch in den letzten Jahren abgenommen hat. Hausbranntweine (Samogon) sind sehr verbreitet. Bier und Weine einheimischer und europäischer Sorten gewinnen immer mehr an Bedeutung. Viele Familien, die in den ländlichen Regionen der Ukraine leben, pressen ihren eigenen Fruchtsaft für den Eigengebrauch aus dem Obst, das in ihren Gärten wächst.


Borschtsch:

ist eine Suppe, die traditionell mit Roter Bete und Weisskohl zubereitet wird und deren Zubereitung vor allem in Ost- und Ost-Mitteleuropa verbreitet ist. Die Herkunft des Wortes „Borschtsch“ beziehungsweise „Barszcz“ liegt höchstwahrscheinlich im slawischen Namen für den Wiesen-Bärenklau: Im Mittelalter waren dessen ungiftige Sprossen und junge Blätter ein fester Bestandteil der Suppe. Borschtsch wird in einem Gebiet, das sich von Polen über Galizien, Rumänien, über die Ukraine, Belarus bis nach Russland erstreckt, traditionell zubereitet und gegessen. Borschtsch wird allerdings nicht unbedingt als eigenständige Mahlzeit, sondern oft als Suppe oder Zwischengericht zum Mittag- oder Abendessen gereicht. Entgegen der vielfach verbreiteten Auffassung stammt die beliebte Gemüsesuppe mit roten Rüben, Weißkraut, Erdäpfeln und Paradeisern nicht aus Russland, sondern sie ist das Nationalgericht der Ukraine.


Wareniki 

Wareniki ist ein Gericht der slawischen Küche, das im gesamten Gebiet der ehemaligen Sowjetunion verbreitet ist. Es wird traditionell mit der ukrainischen Küche assoziiert[und gilt in der Ukraine als Nationalgericht. Es besteht aus gefüllten, halbmondförmigen Teigtaschen, die in Salzwasser oder (in manchen Regionen) auf Dampf gekocht werden.

Wareniki sind nahezu identisch mit einigen Arten der polnischen Pierogi. In manchen west-ukrainischen Gebieten werden die beiden Bezeichnungen, Warenyky und Pyrohy, für das gleiche Gericht verwendet. Eine der in Polen meistverbreiteten Pierogi-Sorten, Pierogi ruskie (mit Kartoffel-Käse-Quark-Füllung statt Fleischfüllung), bezieht sich im Namen auf die früheren ostpolnischen und heutigen westukrainischen Gebiete (Ruthenien). Im restlichen Teil der Ukraine werden, ähnlich wie in Russland, die Begriffe Pyrohy und Pyrischki für Kuchen und gebackene Teigtaschen, aber nicht für Nudelgerichte verwendet.

Aus Russland stammt nicht nur der Kaviar

sondern auch andere spannende Rezepte. Einzelne Gerichte und Zutaten der russischen Küche sind weltbekannt, zum Beispiel neben dem Kaviar, Salzgurken, Wodka, Krimsekt, Borschtsch, Pelmeni, Schaschlik, Bœuf Stroganoff, Kiewer Kotelett oder Sauerkraut zählen zu den Highlights in der russischen Küche.

 

Elementare Bestandteile der Küche Russlands sind Kohl, Buchweizen und regionales und saisonales Gemüse. Aber auch Rind, Schwein, Huhn und Fisch sind in vielen russischen Speisen vertreten. Wie in vielen anderen östlichen Ländern sind auch in Russland Gebäcke, Kuchen und Desserts sehr süss.

 

Die russische Küche existiert in ihrer heutigen Form seit über 100 Jahren.


Die russische Küche ist deftig und schmeckt gut. Ob würzige Soljanka, Blini mit leckerem Topping oder edles Boeuff Stroganoff, es gibt viele tolle Gerichte, die man mal probiert haben muss. Evergreens wie russische Eier oder den russischen Zupfkuchen kennt fast jeder aber kennen Sie Borscht, Pelmeni, Okroschka?

Pelmeni:

sind ursprünglich aus Russland stammende, in Wasser oder Brühe gekochte und mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, die man entweder als Suppeneinlage oder als Hauptgericht isst. Heute zählen sie zu den russischen Nationalgerichten und sind in allen Teilen des Landes bekannt. Der Teig der Pelmeni besteht aus Mehl, Salz, Wasser und Ei. Er wird auf verschiedene Weise zu kleinen, runden Teigblättchen verarbeitet, die mit einer Mischung aus Hackfleisch (Schwein, Rind, andere Fleischsorten) mit Zwiebeln, Knoblauch, Salz und Pfeffer gefüllt und sorgfältig verschlossen werden. Anschliessend werden die Pelmeni in gesalzenem Wasser oder einer Brühe etwa 5 bis 10 Minuten, je nach Grösse, gekocht. Häufig werden ausserdem Lorbeerblätter ins kochende Wasser hinzugegeben. Teigtaschen mit Füllungen aus Kartoffeln, Kohl oder süssen Füllungen aus Frischkäse und Beeren heissen Wareniki.


Okroschka:

Okroschka (russisch окрошка, von крошить, krümeln) ist ein russisches Nationalgericht. Die kalte Suppe wird aus Sauerrahm (wahlweise auch einfache Buttermilch oder Kefir), Wurst (Lyoner), hartgekochtem Ei, Radieschen, Kartoffel, Petersilie, Schnittlauch, Dill und Gurke zubereitet. Sie wird meistens mit scharfem Senf, Essig, Pfeffer und Salz gewürzt.

In jedem Falle darf man die positiven Eigenschaften nicht vergessen und auch an die schönen Dinge denken. Sei es die Kultur oder der Geschmack sowie viele weitere Positive Aspekte der beiden Länder. In diesem Sinne wünschen wir viel Spass beim Kochen und guten Appetitt! Ihr WENET Team.